Pressespiegel - Nicht alle einer Meinung

WS22_2012Aus dem Wochenspiegel KW 22/2012

Kritiker werfen „Eifel-Zeitung“ unbedarften Umgang mit Leserbriefen vor

Wer schreibt, der bleibt: Es gibt viele Gründe, warum sich Leser entschließen, ihre Meinung öffentlich zu machen. Ärger oder Freude über ein Thema, oder einfach, um einen weiteren Aspekt aufzugreifen. Für Redaktionen sind Leserbriefe stets die Bestätigung für eine gelungene Themenauswahl.

KREIS.(...)

Kritiker der „Eifel-Zeitung“ werfen dem Medium derzeit einen aus ihrer Sicht doch sehr unbedarften Umgang mit Leserbriefen vor. Jede abgedruckte „Lesermeinung“ wird von den Kritikern beäugt und analysiert. In einer der jüngsten Ausgaben glauben sie Anhaltspunkte für ihre These gefunden zu haben: Zwei abgedruckte Leserbriefe tragen in Teilen nahezu den identischen Wortlaut.

Aus der Feder eines Mannes aus Kirchweiler heißt es: „Aber eines ist auch klar: Politiker in der ersten Reihe, erst Recht wenn sie ihr Brot damit verdienen, müssen immer deutlichere Kritik aushalten als der Normalbürger. Besonders dann, wenn die Kritik gerechtfertigt
ist.“

Der gleichlautende Passus lässt sich in der Ausgabe ein weiteres Mal finden, diesmal jedoch unterschrieben von 13 Kommunalpolitikern
der CDU, FDP und BürgerUnion Vulkaneifel (BUV).

Zufall? Die Antwort der Kritiker lautet: „Nein!“ Dazu zählt unter anderem Jacques Berndorf alias Michael Preute, der seit Wochen selbst Bestandteil in den Leserbriefen der „Eifel-Zeitung“ ist und sich massiven Anfeindungen ausgesetzt sieht (wir berichteten). (...)

Ob diese Kritik berechtigt ist oder nicht, kann die Redaktion des Wochen-Spiegel nicht entscheiden. Wohl aber sollten die Verantwortlichen der „Eifel-Zeitung“ sich erklären.

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